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Das Projekt „HEART“

Laufzeit des Projektes: 03/2024 – 12/2025

In Österreich ist eine positive Entwicklung im Bereich der Health-Care-Bauten zu verzeichnen. Darunter fallen alle Bauten, die mit Pflege und Gesundheit zu tun haben (z.B. Krankenhäuser, Zentren für Gesundheitsvorsorge und Nachbehandlungen, Pflegeeinrichtungen, Ärztezentren etc.). Im Zuge des Projektes „HEART“ wird in einer Metastudie eruiert, welches Potenzial im Health-Care-Bereich vorhanden ist, welche Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen, um den Baustoff Holz in diesem wichtigen Segment noch stärker zu verankern und welche konkreten Maßnahmen damit verbunden sind.

 

Inhalte und Zielsetzungen

Projektinhalt ist die Erarbeitung einer Metastudie mit Potenzialerhebung für „Holz in Health-Care-Bauten“ sowie eines damit verbundenen Maßnahmenkatalogs für die Forcierung des Holzeinsatzes in diesem speziellen Segment. Basis dafür ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Holzbau-, Gesundheits- und Tourismusexpert*innen. Ziel ist, durch das Aufzeigen von Potenzialen und den damit verbundenen Maßnahmen eine mittel- bis langfristige Steigerung des Holzeinsatzes im Health-Care-Bereich zu erreichen.

 

Methodische Vorgehensweise

Projektrelevante Daten werden anhand einer Sekundar- und Primarrecherche (rund 50 Expert*innen-Interviews aus dem In- und Ausland) erhoben und in interdisziplinären Workshops evaluiert bzw. ergänzt. Anhand der daraus generierten Erkenntnisse werden Schlüsselfaktoren für den Holzeinsatz im Gesundheitsbereich identifiziert – ein Maßnahmenkatalog mit Vorschlägen für potenzielle Aktivitäten wird erarbeitet.

Studienergebnisse

 

Beispiele für erste Erkenntnisse: Anhand der ersten Auswertungen von ausgewählten Interviews und der ersten Teile der Sekundarrecherche lässt sich beispielhaft zusammenfassen (Studienergebnisse ab Anfang 2026 verfügbar):

 

Intensive Nutzung: Gebäude im Gesundheitsbereich sind enormen Abnutzungserscheinungen durch Zeitdruck, schwere Geräte, Betten und regelmäßige Umnutzungen ausgesetzt. Entsprechend wartungsfreundlich müssen die eingesetzten Materialien sein.

 

Hohe Flexibilität: Krankenhäuser müssen flexibel auf neue Anforderungen reagieren können – idealerweise schon während der Bauzeit. Während sich die Nutzung ändert, sollte die Tragstruktur bestehen bleiben. Moderne Technologien wie Robotik erfordern stabile, anpassungsfähige Strukturen. Für Um- und Zubauten oder Interimsgebäude bietet der Holzbau dank kurzer Bauzeit und Flexibilität klare Vorteile.

 

Hoher Energiebedarf: Dieser spielt eine zentrale Rolle – vor allem bei Krankenhäusern. Einige Expert*innen sehen hier Chancen für den Holzbau.

 

Komplexe Planungsprozesse: Bei Gesundheitsbauten sind eine exakte frühzeitige Planung (z.B. TGA-Planung) und eine enge Abstimmung aller Gewerke (Schnittstellenthematik) notwendig – neue Modelle für die monetäre Bewertung dieser Prozesse sind anzudenken. Wenn ein Holzbau von Beginn an entsprechend geplant wird, ist über den Lebenszyklus gesehen eine Kosteneffizienz gegeben.

 

Brandschutz / Schallschutz: Die Meinungen gehen auseinander: Manche sehen in Brandschutznormen und bauphysikalischen Anforderungen noch Hürden, andere keine. Fazit: Die gesetzlichen Vorgaben bleiben für viele im Holzbau eine Herausforderung.

 

Hygienevorschriften: Holz wird im Krankenhausbau teils noch kritisch gesehen, doch vor allem im Norden Europas kommt es bereits in fast allen Bereichen zum Einsatz. In Mitteleuropa wird Holz derzeit vor allem in öffentlichen Zonen, Aufenthaltsräumen und Patientenzimmern genutzt, um eine wohnliche Atmosphäre zu schaffen. In Österreich hängt die Verwendung oft von den Vorgaben regionaler Hygienebeauftragter ab.

 

Nachhaltigkeit / steigendes Klimabewusstsein versus Wirtschaftlichkeit: Wirtschaftliche Überlegungen dominieren weiterhin den Bauprozess, während Nachhaltigkeit und Klimaschutz zwar immer öfter erwähnt werden, aber noch eher selten den Ausschlag für die Wahl des Baumaterials geben. Eine erste Sensibilisierung ist gegeben – in einigen Ländern wie Frankreich sind Klimathemen bereits gesetzlich verankert.

 

Mitarbeiter*innen- und Patient*innen-Zufriedenheit: Es zeigt sich, dass Holz auf jeden Fall zur Aufenthaltsqualität, zur Mitarbeiterzufriedenheit und zur Flexibilität von Gesundheitsbauten beitragen kann, wobei viele andere Faktoren mitspielen (z.B. das Teamgefüge).

 

Wissensaufbau ist notwendig: Erforderlich sind Schulungen und Informationsangebote für alle Beteiligten – von Behörden über Planer*innen bis zu Haustechnik und Gewerken – samt geeigneter Unterlagen und Toolkits.

 

 

 

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