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Aufstocken mit Holz

Dachaus- und –aufbauten aus Holz als Teilbereich der urbanen Nachverdichtung

Das Zeitalter der Urbanisierung schreitet voran. Während immer mehr Menschen in Städten leben, wird der Platz vor allem in diesen Gebieten gleichzeitig beschränkter. Bis 2050 sollen laut Prognosen 66% der weltweiten Bevölkerung in Städten leben. Nachverdichtung mit Qualität lautet daher die Devise!

 

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Mag. Doris Stiksl (proHolz) führte Moderator Stephan Brugger (TU Graz) mit einigen Sätzen in die Thematik des Abends ein, bevor Konzepte aus der Theorie, sowie aus der Praxis an der Tagesordnung standen.

 

Dann übernahm DI Dr. Ida Pirstinger (Architektur Stadt Raum) das Steuer und präsentierte die Idee für eine Stadterweiterung nach innen. Die Ansätze einer solchen Erweiterung sind hierbei vielfältig: Einerseits soll die Monofunktionalität, die Mindernutzung und vor allem der Leerstand von Gewerbe-, Industrie- und Wohnflächen gestoppt werden. Ein Konzept hierfür stellt die Nachverdichtung gewerblicher Handelsobjekte wie die M-Preis Filiale in Mittelberg dar. Diese wurde mit Apartments aufgestockt.

Andererseits finden sich vor allem auf bereits bestehenden Dachflächen von Wohngebäuden aus den 1950er bis 1990er Jahren unglaubliche Potenziale zur Nachverdichtung. Berechnungen zu Folge könnten alleine durch eine eingeschossige Aufstockung solcher Gebäude in Deutschland 1,5 Millionen Wohneinheiten geschaffen werden.

 

Der renommierte Architekt Axel Kos berichtete anschließend direkt aus der Praxis und präsentierte das Objekt Kindergarten/-krippe Zettling, welches sich momentan im Aufstockungsprozess befindet. Erst im Jahr 2016 wurde der Kindergarten umfangreich saniert und mit einem eingeschossigen Zubau erweitert. Nur drei Jahre später wird auf diese BSP Holz Konstruktion ein Obergeschoss samt Dachterrasse aufgesetzt – ebenso in Holzbauweise! Mit der Fertigstellung im September 2019 soll gesichert sein, dass jedes Kind in Premstätten im Herbst einen Betreuungsplatz hat.

 

Zu guter Letzt stellte DI Werner Nussmüller „Roofbox - Aufstockung mit Holz in Modulbauweise“, ein Forschungsprojekt, mit wesentlicher Beteiligung des Architektur Büros Nussmüller Architkekten GmbH, vor. Ziel ist es, ein Raumzellen – Konzept zu entwickeln, mit welchem die Sanierung und Nachverdichtung bestehender Siedlungsgebiete ermöglicht werden kann, um dem steigenden Raumbedarf entgegenzuwirken. „Die Verwendung von Holz ermöglicht eine hohe Vorfertigung, wodurch die Arbeiten vor Ort entsprechend verringert werden können. Dies ist vor allem für Bewohner der bestehenden Wohnbauten von großem Vorteil“, so Nussmüller. Nicht zuletzt sind es vor allem energietechnische und ökologische Aspekte, die Holz zum Baumaterial der Wahl machen.

 

Beim anschließenden Get–together konnten sämtliche Inputs in Form von Diskussionen nochmals aufgerollt und der Abend gemütlich bei einem Buffett beendet werden.


Wir bedanken uns herzlich bei allen TeilnehmerInnen und Vortragenden für Ihr Kommen!

 
 

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