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Bauen für Mensch und Klima

Exkursion ins Holzland Ausseer Land im Rahmen der Architekturtage 2019

proHolz Steiermark veranstaltet viele Exkursionen, trotzdem ist es immer wieder beeindruckend zu sehen, in welch' hoher Qualität und mit wieviel Leidenschaft der Baustoff Holz an bestimmten Orten verarbeitet wird. Davon konnten sich im Holzland Ausser Land auch die 18 TeilnehmerInnen überzeugen, die von örtlichen Bauverantwortlichen und Architekten durch vielfältige Holzgebäude geführt wurden.

 

Gestartet wurde die Tour mit einer Besonderheit: und zwar durften wir das Privathaus des Architekten-Paars Caroline Rodlauer und Heimo Salzger besichtigen und wurden früh morgens mit Kaffee und Köstlichkeiten aus der Region begrüßt.

Das wunderschöne Haus entpuppt sich als gut durchdachtes Bauwerk: Das Obergeschoß ist direkt von der Straße aus, und barrierefrei erreichbar. Das Untergeschoss, das von den Kindern des Paares bewohnt wird, wurde so konzipiert, dass es als separate Wohneinheit genutzt werden könnte. Das Einfamilienhaus wurde im Hanggeschoß in Massivbauweise und darüber zur Gänze in Holzmassivbauweise hergestellt, das schlichte Satteldach und die vorvergraute Holzfassade orientieren sich gestalterisch an der malerischen Umgebung. Im Haus der beiden Architekten ist der gegenüber gelegene Grimming Blickfang: deckenhohe Fensterelemente ermöglichen einen fantastischen Ausblick aus jedem Zimmer. 

 

Weiter ging es dann zu einer Wohnanlage im Bau, wo über geförderte Wohnbauten aus Holz gefachsimpelt wurde. Thomas Kopfsguter vom Architekturbüro planorama ZT führte und durch das Projekt Sommersbergseestraße. In Bad Aussee wird in sonniger Hanglage ein geförderter Wohnbau  realisiert. Die Gebäude, die teils in Holzbauweise, teils in Massivbauweise errichtet werden passen sich im äußeren Erscheinungsbild perfekt an die ortsüblichen Bauweise an und ergänzen das Landschaftsbild optimal.

 

Dritte Station war die VS Bad Aussee, die wir gemeinsam mit der Architektin Caroline Rodlauer begutachtet haben. Hier wurde der das Material Holz vor allem im Innenraum eingesetzt: hochwertige, getischlerte Inneneinrichtungen und Böden, welche sich nachweislich positiv auf das Lernverhalten und das Wohlbefinden der Kinder auswirken, wurden gut durchdacht eingesetzt und verplant.

 

Eine richtige Holzbaustelle war das Projekt Lebenshilfe Aussee und das daneben gelegene Wohnbauprojekt SG Ennstal. Im Auftrag der Lebenshilfe Bad Aussee wurde 2015 von der gemeinnützigen Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Ennstal gemeinsam mit dem Architekturbüro planorama ZT ein Gebäude für betreutes und betreubares Wohnen errichtet. Das Gebäude in Holzbauweise beherbergt 8 Zimmer für betreutes Wohnen, 4 Wohnungen für betreubares Wohnen und zwei frei finanzierte Wohnungen sowie Personalwohn- und Aufenthaltsräume.

 

In der wunderschönen Landschaft rund um den Grundlsee wurde zu Mittag halt gemacht. Mit atemraubendem Ausblick haben wir Köstlichkeiten aus der Region im Gasthaus Seeblick am Grundlsee genossen und durften anschließend die umwerfende Innenarchitektur des Restaurant Wassermann, geplant vom Architekturbüro planorama ZT, bestaunen.

 

Holz trägt zum Wohlbefinden bei, ein maßgeblicher Aspekt, der vor allem bei Kindergärten und Kinderkrippen im Mittelpunkt stehen sollte - das hat auch Caroline Rodlauer im Kindergarten Bunte Perlen mitbedacht und den Werkstoff gezielt eingesetzt. Das ehemalige Veranstaltungszentrum wurde von der Architektin geschickt in ein hölzernes Paradies für die Kleinsten umgewandelt.

 

Weiter ging es zur Kinderkrippe Mautern, wo wir herzlichst von Architekt Gerhard Kreiner und dem mauterner Bürgermeister Kühberger begrüßt wurden. Der Zubau zur Volksschule, der zu Beginn von den Einwohnern eher kritisch gesehen wurde, hat mittlerweile alle von sich überzeugen können. Der eingeschossige Zubau ist lediglich durch ein Gelenk, welches als Rampe dient, an den Bestand angebunden. Daraus entstand, sowohl für die Kinderkrippe als auch für den Bestand, ein barrierefreier und überdachter Zugang. In dem einfach strukturierten Baukörper der Kinderkrippe wurden bewusst fließende Räume und Übergänge von innen nach außen geschaffen, um so den Kindern möglichst viel Raum zu geben.

 

Bei unserer abschließenden Station, der VS St. Marein im Mürztal wird der nachhaltige Baustoff Holz bereits in der Fassade verwendet - aber nicht nur dort. Das Architekturbüro Hohensinn, unter der Leitung von Herren Abele, plante in enger Abstimmung mit Bürgermeister Ofner einen zwei-geschossigen Holzbau, bei dem sich u.a. durch die großflächigen Fenster eine perfekte Verschränkung zwischen Außen und dem Innenleben ergibt. Holzoberflächen, verputze Wände und sorgfältig gewählte Farben im Innenraum schaffen einen klar gegliederten aber doch flexiblem Raum für die SchülerInnen.

 

 

 

 
 

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